Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für sämtliche Verträge über die entgeltliche, zeitlich befristete Überlassung zur Nutzung der cloudbasierten Softwarelösung „Priceunion“ zur automatisierten Preisoptimierung sowie hiermit verbundene Leistungen (z. B. Support, Reports, Integrationen) zwischen der Priceunion UG (haftungsbeschränkt) (nachfolgend „Anbieter“) und ihren Kunden.

1. Anbieter

Priceunion UG (haftungsbeschränkt)
Mittelweg 11
35440 Linden
Deutschland

Telefon: 06441 / 2049883
E-Mail: info@priceunion.eu

Handelsregister: Amtsgericht Gießen, HRB 12149
Geschäftsführer: Michael Krawczyk

2. Geltungsbereich, Unternehmerkunden

(1) Diese AGB gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern im Sinne des § 14 BGB, juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtlichen Sondervermögen (nachfolgend einheitlich „Kunde“). Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern (§ 13 BGB) ist ausgeschlossen.

(2) Entgegenstehende, abweichende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

(3) Individuelle Vereinbarungen (z. B. Angebot, Leistungsbeschreibung, Paket-/Preisvereinbarung) gehen diesen AGB im Kollisionsfall vor.

3. Begriffsbestimmungen

(1) „Software/Dienst“ ist die cloudbasierte Softwarelösung „Priceunion“ einschließlich zugehöriger Komponenten (z. B. Dashboard, Schnittstellen, automatisierte Prozesse).

(2) „Überwachte Artikel“ sind die vom Kunden in Priceunion aktivierten Produkte/Artikel (z. B. anhand SKU/Artikel-ID), für die Priceunion Markt-/Wettbewerbsdaten verarbeitet und Preisregeln anwendet. Maßgeblich ist die Anzahl der im jeweiligen Abrechnungsmonat aktiv überwachten Artikel.

(3) „Plattformen“ sind externe Systeme/Dienste, auf die sich die Marktbeobachtung/Preisvergleiche beziehen (z. B. Idealo, Medizinfuchs) sowie ggf. Drittquellen.

(4) „Textform“ bedeutet mindestens Textform gemäß § 126b BGB (z. B. E-Mail).

4. Vertragsgegenstand

(1) Gegenstand des Vertrags ist die Bereitstellung des Dienstes zur Nutzung über das Internet (Software-as-a-Service). Der Anbieter schuldet nicht die Übereignung von Software, sondern die Überlassung zur Nutzung für die Vertragslaufzeit.

(2) Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem individuellen Angebot bzw. der Paket-/Preisvereinbarung. Soweit nicht ausdrücklich vereinbart, schuldet der Anbieter keine Beratungsleistungen mit rechtlicher oder steuerlicher Bewertung.

(3) Der Anbieter erbringt Leistungen am Übergabepunkt (Routerausgang des Rechenzentrums bzw. der vom Anbieter genutzten Infrastruktur). Der Kunde ist verantwortlich für Internetzugang, Endgeräte, lokale IT-Umgebung und kompatible Schnittstellen seines Shopsystems.

5. Vertragsschluss und Kommunikation

(1) Die Präsentation auf der Website stellt kein bindendes Angebot dar. Ein Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter die Beauftragung des Kunden in Textform bestätigt (z. B. per E-Mail) oder dem Kunden den Zugang zum Dienst bereitstellt.

(2) Vertragsrelevante Erklärungen (z. B. Kündigung, Preisanpassung, Änderungen) erfolgen in Textform, sofern nicht gesetzlich eine strengere Form vorgeschrieben ist.

6. Kostenlose Testphase

(1) Der Anbieter kann dem Kunden eine kostenlose Testphase von 7 Tagen einräumen. Während der Testphase dürfen maximal 100 überwachte Artikel genutzt werden.

(2) Die Testphase endet automatisch nach Ablauf der Testdauer. Eine automatische Verlängerung oder automatische Umstellung in ein kostenpflichtiges Vertragsverhältnis erfolgt nicht. Ein kostenpflichtiger Vertrag kommt nur durch ausdrückliche Beauftragung und Bestätigung gemäß Ziffer 5 zustande.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, die Testphase aus sachlichem Grund vorzeitig zu beenden (z. B. Missbrauch, Sicherheitsrisiken, erhebliche technische Unvereinbarkeit).

7. Pakete, Funktionsumfang, Update-Frequenzen

(1) Soweit vertraglich vereinbart, gelten folgende Pakete (netto zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer, sofern diese anfällt):

  • Basis: bis zu 100 überwachte Artikel, Preisupdates 1× täglich, E-Mail-Support, Entgelt: 49,00 € / Monat
  • Standard: bis zu 500 überwachte Artikel, Preisupdates alle 6 Stunden, E-Mail- und Telefonsupport, Entgelt: 149,00 € / Monat
  • Premium: unbegrenzte überwachte Artikel, Preisupdates „Echtzeit“ (Ziffer 7 Abs. 3), E-Mail-, Telefon- und Chat-Support, Entgelt: 500,00 € / Monat

(2) Der Anbieter kann daneben ein „Pay-per-Use“-Modell anbieten. Inhalte und Abrechnungsparameter eines Pay-per-Use-Modells bedürfen einer gesonderten Vereinbarung in Textform.

(3) „Echtzeit“ im Sinne des Premium-Pakets bedeutet eine Verarbeitung und Aktualisierung in kurzen Intervallen und automatisierten Abläufen, abhängig von Datenverfügbarkeit, technischen Schnittstellen, Plattformbedingungen und Systemauslastung. Der Anbieter schuldet keine Aktualisierung zu einem exakt bestimmten Zeitpunkt und keine bestimmte Reaktionszeit.

8. Drittplattformen, Datenquellen, Ergebnisverantwortung

(1) Der Dienst verarbeitet Markt-/Wettbewerbsinformationen aus Plattformen und/oder Drittquellen. Der Anbieter schuldet keine dauerhafte Verfügbarkeit, Vollständigkeit, Fehlerfreiheit oder Aktualität externer Plattformdaten und übernimmt keine Garantie für bestimmte Platzierungen, Klickzahlen, Umsätze, Margen oder sonstige wirtschaftliche Erfolge.

(2) Plattformen können ihre Bedingungen, Schnittstellen, Erfassungslogiken oder Anti-Abuse-Mechanismen jederzeit ändern. Der Anbieter haftet nicht für Einschränkungen, Sperrungen oder Abweichungen, die auf solchen externen Änderungen beruhen.

9. Mitwirkungspflichten des Kunden

(1) Der Kunde stellt alle zur Einrichtung und Nutzung erforderlichen Informationen, Zugänge und Daten vollständig, richtig und rechtzeitig zur Verfügung (z. B. Produktdaten, Feeds, Zugangsdaten zu Shopsystemen/Schnittstellen, gewünschte Plattformen, Regeln/Strategien).

(2) Der Kunde bleibt allein verantwortlich für seine Preisentscheidungen und die rechtliche sowie wirtschaftliche Zulässigkeit seiner Preisgestaltung (z. B. Preisbindung, branchenspezifische Vorgaben, wettbewerbsrechtliche Anforderungen, Preisangabenpflichten). Der Anbieter erbringt keine Rechtsberatung.

(3) Der Kunde hat Preisstrategien, Grenzwerte und Schutzmechanismen (z. B. Mindestpreis, Mindestmarge, Maximalpreis, Rundungen, Ausschlüsse) so zu konfigurieren, dass ungewollte, rechtswidrige oder wirtschaftlich unzumutbare Preisänderungen vermieden werden. Der Anbieter kann entsprechende Funktionen bereitstellen; Art und Umfang ergeben sich aus dem Paket bzw. der konkreten vertraglichen Vereinbarung.

(4) Zugangsdaten sind geheim zu halten und vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Bei Verdacht auf Missbrauch hat der Kunde den Anbieter unverzüglich zu informieren.

10. Nutzungsrechte

(1) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Recht ein, den Dienst im vertraglich vereinbarten Umfang zu nutzen.

(2) Der Kunde darf den Dienst nicht kopieren, dekompilieren, zurückentwickeln (Reverse Engineering) oder Dritten zur Nutzung überlassen, soweit dies nicht zwingend gesetzlich erlaubt ist.

11. Verfügbarkeit, Wartung, Sicherheitsmaßnahmen

(1) Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit. Eine durchgehende, ununterbrochene Verfügbarkeit wird nicht geschuldet.

(2) Der Anbieter ist berechtigt, Wartungsarbeiten, Updates und Sicherheitsmaßnahmen durchzuführen, die zu vorübergehenden Einschränkungen führen können. Planbare Wartungen werden – soweit möglich – vorab angekündigt.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, den Zugang vorübergehend zu sperren, sofern dies aus Sicherheitsgründen erforderlich ist (z. B. Missbrauchsverdacht, Angriffe, kompromittierte Zugangsdaten) oder der Kunde erheblich gegen vertragliche Pflichten verstößt.

12. Support

(1) Der Anbieter erbringt Supportleistungen abhängig vom gebuchten Paket. Supportzeiten sind Montag bis Freitag, 09:00 bis 16:00 Uhr (ausgenommen gesetzliche Feiertage am Sitz des Anbieters).

(2) Der Kunde hat Störungen nachvollziehbar zu melden (Fehlerbeschreibung, Zeitpunkt, betroffene Funktionen, ggf. Screenshots/Logs). Der Anbieter kann Rückfragen stellen und ist zur Fehleranalyse auf angemessene Mitwirkung des Kunden angewiesen.

13. Preise, Abrechnung, Fälligkeit

(1) Es gelten die im Angebot bzw. in der Paketvereinbarung festgelegten Entgelte. Alle Preise verstehen sich netto zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer, sofern diese anfällt.

(2) Abrechnungszeitraum ist grundsätzlich monatlich im Voraus. Der Anbieter stellt dem Kunden eine Rechnung in Textform (z. B. per E-Mail) aus.

(3) Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig. Der Anbieter kann zusätzlich weitere Zahlungsmethoden anbieten; ein Anspruch hierauf besteht nicht.

(4) Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen nach den gesetzlichen Vorschriften zu verlangen. Der Anbieter ist zudem berechtigt, nach angemessener Mahnung und Fristsetzung den Zugang vorübergehend zu sperren, sofern dem Kunden dies zumutbar ist. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt.

14. Preisanpassungen

(1) Der Anbieter ist berechtigt, die vereinbarten Entgelte mit Wirkung für die Zukunft anzupassen, wenn sich Kostenbestandteile, die für die Preisbildung maßgeblich sind, verändern (z. B. Hosting-/Infrastrukturkosten, Kosten für technische Drittleistungen/Datenzugriffe, Personal- und Betriebskosten, Sicherheitsanforderungen, gesetzliche/behördliche Vorgaben).

(2) Preisanpassungen erfolgen nach billigem Ermessen unter Berücksichtigung der Interessen beider Parteien und werden in dem Umfang vorgenommen, in dem sich die relevanten Kosten tatsächlich verändert haben. Kostensenkungen sind entsprechend zu berücksichtigen.

(3) Der Anbieter kündigt Preisanpassungen mindestens 6 Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform an und weist in der Mitteilung auf das Sonderkündigungsrecht nach Abs. 4 hin.

(4) Der Kunde kann den Vertrag aufgrund einer Preisanpassung bis zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Preisanpassung außerordentlich in Textform kündigen. Macht der Kunde hiervon keinen Gebrauch, gelten die angepassten Entgelte ab dem angekündigten Wirksamkeitsdatum.

15. Laufzeit, ordentliche Kündigung

(1) Sofern nicht abweichend vereinbart, wird der Vertrag auf unbestimmte Zeit geschlossen und monatlich abgerechnet.

(2) Der Vertrag kann von beiden Parteien mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des jeweiligen Abrechnungsmonats in Textform gekündigt werden.

(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Mahnung erheblich in Zahlungsverzug gerät, den Dienst missbräuchlich nutzt oder wesentliche Vertragspflichten verletzt.

16. Daten, Export, Aufbewahrung nach Vertragsende

(1) Der Kunde bleibt Inhaber aller Rechte an den von ihm bereitgestellten Daten. Der Kunde räumt dem Anbieter das Recht ein, diese Daten zum Zweck der Vertragserfüllung zu speichern, zu verarbeiten und zu übertragen, soweit dies technisch erforderlich ist.

(2) Der Kunde kann während der Vertragslaufzeit und innerhalb des Aufbewahrungszeitraums nach Abs. 3 geeignete Exporte (z. B. Reports/Regeln/Artikelübersichten) durchführen, soweit der Dienst dies vorsieht.

(3) Nach Vertragsende hält der Anbieter die kundenbezogenen Daten für 3 Monate vor, um Exporte zu ermöglichen und Rückfragen abzuwickeln. Nach Ablauf dieser Frist werden die Daten gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

(4) Der Anbieter verarbeitet im Rahmen des Dienstes nach Angabe des Kunden nur Produkt-/Shopdaten. Unberührt bleiben technisch erforderliche Verarbeitungen (z. B. Logdaten im Betrieb der IT-Systeme).

17. Mängel, Mängelanzeige, Rechte bei Leistungsstörungen

(1) Der Kunde hat Mängel unverzüglich nach Entdeckung in Textform zu melden und den Anbieter bei der Eingrenzung zu unterstützen.

(2) Der Anbieter wird gemeldete, vom Anbieter zu vertretende Mängel innerhalb angemessener Frist beheben. Die Wahl der Art der Mängelbeseitigung steht dem Anbieter zu, soweit dies für den Kunden zumutbar ist.

(3) Bei erheblichen Mängeln, die der Anbieter nicht innerhalb angemessener Frist behebt, kann der Kunde seine gesetzlichen Rechte geltend machen. Bei unerheblichen Mängeln sind Rechte des Kunden ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.

18. Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei schuldhafter Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung des Anbieters auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Kardinalpflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

(3) In Fällen des Abs. 2 ist die Haftung der Höhe nach begrenzt auf das Entgelt, das der Kunde in den letzten 12 Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis an den Anbieter gezahlt hat. Besteht der Vertrag kürzer als 12 Monate, ist die Haftung auf die bis dahin gezahlten Entgelte begrenzt.

(4) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters ausgeschlossen.

(5) Der Anbieter haftet insbesondere nicht für Schäden, die beruhen auf: (i) Fehlkonfiguration oder fehlerhaften Daten des Kunden, (ii) Ausfällen/Änderungen von Plattformen oder Drittquellen, (iii) nicht erreichbaren Schnittstellen oder Systemen des Kunden, (iv) wirtschaftlichen Entscheidungen des Kunden (z. B. Preisstrategie) oder (v) Umständen außerhalb des Verantwortungsbereichs des Anbieters.

(6) Eine Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

19. Freistellung

Der Kunde stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aufgrund (i) der vom Kunden bereitgestellten Daten/Inhalte, (ii) der Preisgestaltung des Kunden, (iii) der Verletzung von Plattformbedingungen durch den Kunden oder (iv) sonstiger Pflichtverletzungen des Kunden gegen den Anbieter geltend gemacht werden, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung.

20. Vertraulichkeit

Die Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei geheim zu halten und nur zur Vertragserfüllung zu verwenden. Diese Pflicht gilt auch über das Vertragsende hinaus. Gesetzliche Offenlegungspflichten bleiben unberührt.

21. Aufrechnung, Zurückbehaltungsrecht

Der Kunde ist zur Aufrechnung oder zur Geltendmachung eines Zurückbehaltungsrechts nur berechtigt, soweit seine Gegenansprüche unbestritten oder rechtskräftig festgestellt sind. Ein Zurückbehaltungsrecht kann der Kunde zudem nur aus demselben Vertragsverhältnis geltend machen.

22. Höhere Gewalt

(1) Keine Partei haftet für die Nichterfüllung oder Verzögerung ihrer Leistungspflichten, soweit diese auf Ereignissen höherer Gewalt beruht. Höhere Gewalt sind Ereignisse, die außerhalb des zumutbaren Einflussbereichs der betroffenen Partei liegen, z. B. Naturkatastrophen, Krieg, Terror, Streik (nicht im eigenen Betrieb), behördliche Maßnahmen, großflächige Störungen von Telekommunikationsnetzen, Energieversorgungsausfälle oder vergleichbare unvorhersehbare Ereignisse.

(2) Die betroffene Partei wird die andere Partei unverzüglich informieren und die Auswirkungen nach Möglichkeit minimieren. Dauert höhere Gewalt länger als 30 Tage an, sind beide Parteien berechtigt, den Vertrag außerordentlich in Textform zu kündigen.

23. Änderungen der AGB und Leistungsbeschreibung

(1) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, wenn hierfür ein sachlicher Grund besteht (z. B. Gesetzesänderungen, Änderungen in der Rechtsprechung, Sicherheitsanforderungen, Weiterentwicklung des Dienstes, Schließen von Regelungslücken) und die Änderung für den Kunden zumutbar ist. Änderungen, die den Kern der vertraglichen Hauptleistungspflichten wesentlich verändern, erfolgen nicht einseitig, sondern bedürfen einer ausdrücklichen Vereinbarung, soweit nicht gesetzlich zulässig.

(2) Der Anbieter wird Änderungen mindestens 6 Wochen vor Inkrafttreten in Textform mitteilen. Widerspricht der Kunde den Änderungen nicht innerhalb von 6 Wochen ab Zugang der Mitteilung in Textform, gelten die Änderungen als angenommen. Der Anbieter wird den Kunden in der Änderungsmitteilung ausdrücklich auf Frist, Form und Rechtsfolge hinweisen.

(3) Widerspricht der Kunde fristgerecht, gelten die bisherigen Regelungen fort. Der Anbieter ist in diesem Fall berechtigt, den Vertrag mit einer Frist von 14 Tagen in Textform zu kündigen, sofern dem Anbieter ein Festhalten am Vertrag zu den bisherigen Bedingungen nicht zumutbar ist.

24. Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag der Sitz des Anbieters.

(3) Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

Stand: 12.01.2026

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